Allgemein

Zweck der Existenz

Inspiriert von dem Buch
Das Café am Rande der Welt

Du hast das Buch noch nicht gelesen? Das stellt kein Problem dar. Es handelt sich nämlich um kein weltfremdes Szenario. Um dich aber in eine angemessenen Gefühlslage zu manövrieren, hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Geschichte spiegelt das typische Leben eines gestressten Arbeiters wieder. Durch einige unglückliche aufeinanderfolgende Umstände gerät er in ein Café, welches sich irgendwo in der Pampa befindet, ganz weit weg von seinem eigentlichen Ziel.

Der Besuch in diesem Café verändert die Sicht auf sein gesamtes Leben. Denn dort wird er mit 3 Fragen konfrontiert: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?

Mit Hilfe des Personals und eines Gastes geht er die Fragen an und hinterfragt immer mehr und mehr, bis die Fragen für ihn einen ganz anderen Stellenwert haben, als noch beim Betreten des Cafés.

Nun, aber weg vom Buch

Wie mit eigentlich allem im Leben, hat jeder selbst die Wahl zwischen einem schweren, oder leichten Weg. Der Mensch, ein faules gewohnheitsliebendes Tier, entscheidet sich meist für den Bequemen. Doch kann man am Anfang, am Fuß des Berges, schon erkennen wie schwer ein Aufstieg sein wird? Die eine Bergspitze ist noch zu erkennen, man kann sich darauf einstellen und kann planen – die Dauer, Länge und das Ziel des Aufstiegs, alles scheint vorhersehbar zu sein.

Ganz im Gegensatz zum Gegenüberliegenden. Der selbe Ausgangspunkt, doch die Spitze befindet sich umgeben von Wolken und Nebel, sodass es unmöglich ist etwas zu erkennen. Somit stellt sich die Frage, wie und ob es überhaupt möglich ist diesen Gipfel zu besteigen. Der Weg ist nicht zu erkennen. Doch man ahnt, dass der Berg höher ist. Lediglich der markant markierte Start ist zu sehen. Ein Wanderschild leitet getreu an diesen Punkt. Der Anfang scheint machbar zu sein. Doch wie wird es weiter gehen? Das weiß wohl keiner so genau. Ob es die Wanderkameraden schaffen? Das weißt auch niemand. Aber in dieser Situation scheint das nichtig zu sein. Der Reiz das Risiko einzugehen kribbelt durch jede Pore des Körpers. Wille gegen Vernunft.

Einmal im Kopf ist es unmöglich, egal wie groß die Furcht, ein Vorhaben einfach wieder zu verwerfen. Oder? Du kennst das doch auch. Stell dir vor dein Ziel ist der Berg.
Wenn du dein Ziel einfach zu verwerfen könntest, würdest du nicht so oft an ihn denken. Auch nicht ständig im World Wide Web darüber lesen. Bergsteiger über genau diesen nach Erfahrungsberichten ausquetschen. Du steigerst dich hinein. Du willst das immer und immer mehr. Bis du sogar davon träumst.

Wirst du den Weg beginnen? Das musst du für dich alleine entscheiden.

Aber mache dir bewusst: Du hast nicht ewig Zeit dich zu entscheiden, die Zeiten ändern sich nämlich.

Natürlich ist es einfacher sich den Weg auszusuchen, bei dem das Ziel erkennbar ist. So ist es doch bei jeder Entscheidung im Leben. Doch so wirst du niemals deine eigenen Ziele überwinden, niemals auf ein nächst höheres Level kommen.
Aber dafür wirst du auch niemals was verlieren.

Was ich damit sagen will ist, es absolut legitim, sich bewusst auf ein ein solches Leben einzulassen. Den bereits erwähnten Fragen kann jeder einen persönlichen Stellenwert zuschreiben. Natürlich sind sie auch total leicht abzutun, mit nahezu lapidaren Antworten.

Wieso bist du hier? -weil ich Hunger habe.

Hast du Angst vor dem Tod? -Nein, ich hoffe einfach, dass ich erst in weit entfernter Zukunft sterbe.

Führst du ein erfülltes Leben? -Ich bin zufrieden.

Es soll Menschen geben, bei denen diese Antworten ein Leben lang ausreichen. Und das ist schließlich auch in Ordnung. Sie fahren gut damit, sich nicht mit Tieferem zu befassen. Aber ist dieses  „gut fahren“ wirklich erstrebenswert?

Das ist eindeutig eine Frage der momentanen Entwicklungsphase. Wenn sie dich bis heute noch nicht verzweifeln lassen haben, dann wird es sicher einen späteren Zeitpunkt geben, an dem du dich an diesen Fragen aufhängst. Möglicherweise brauchst du aber auch Hilfe. Es ist dir frei dich mit den verschiedensten Menschen über die verschiedensten Ansätze zu unterhalten. Und irgendwann wirst du dich selbst damit auseinandersetzen. Und das wird nicht einfach. Die Gedanken über die Frage, wieso man selbst hier ist, sind nicht mehr abzulegen. Sie begleiten dich bei jeder kleinsten Lebensentscheidung. Schon beim Aufwachen und auch noch beim Einschlafen, sie sind nicht mehr wegzudenken.

Diese Frage ist nun nicht einfach zu beantworten. Denn das Ungewöhnliche hierbei ist, dass niemand die Antwort kennt. Es ist eben keine typische Schulsituation – kein richtig oder falsch, sondern eher ein subjektives Wertesystem rund um das Wort gut.

schlechter – gut – besser

Jeder Mensch hat Dinge, die einem besonders Spaß machen, gut liegen oder die er einfach interessant findet, übt allerdings etwas ganz anderes aus. Gibt genau dieser einen Sache kein Raum in seinem Leben. „keine Zeit“.

Zeit ist eine Frage des Wollens.

Folgendes Szenario beschreibt genau was ich mit der These ausdrücken will. Wer war es noch nicht? Frisch verliebt, man hat eine Person kennengelernt und würde sie am liebsten jeden Tag sehen. Neben Arbeit und dem, was sonst den Terminkalender füllt ist das fast nicht möglich. Doch, kuck an! Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Plötzlich findet man die Zeit. Die Umstände sind hierbei total egal. Man wird diese Person so oft sehen, wie nur möglich, weil man das auch so will. Naja, der Alltag pendelt sich natürlich auch wieder ein, und mir ist klar, dass es auch nicht das Beste ist, jeglichen Verpflichtungen aus dem Weg zu gehen. Aber das Prinzip ist klar- Prioritäten setzen, den Tag planen.

Wenn es in einer solchen Situation möglich ist, etwas neues in den Alltag zu integrieren, wieso geht es dann nicht mit anderen Sachen, wie z.B. einem Buch lesen.

Sich ein wenig Zeit für sich nehmen, herausfinden was man mag. Regelmäßige Auszeiten.

Das hat jeder Mensch verdient. Und du hast das Privileg, dass du es umsetzen könntest. Doch du machst es nicht. Die Arbeit laugt dich aus, Geld, Ansehen und vielleicht auch Bequemlichkeit ist das, was dein Leben prägt.

Und auf was basiert das? Angst. Angst, dass wenn du ausbrichst, du am Schluss schlechter dastehst, als zuvor.

Aber, wie würde sich das erkennbar machen?

Weniger Verdienst, Partner weg?…

Nein, das einzige was passieren kann ist, dass du deine Bestimmung immer noch nicht gefunden hast und du noch weiter suchen kannst. Das wars – ein Neustart. Mehr kann nicht passieren. Davor hast du also Angst? Die Zeit rennt dir nicht davon. Das Finden stellt eine riesige Aufgabe dar. Denn, wie finde ich das denn heraus? Das klingt vermutlich lächerlich, denn eine dieser absolut offensichtlich und naheliegenden Möglichkeiten könnte die deine sein:

  • jeden Tag ein wenig Zeit nehmen, für das was einem gefällt
  • Neue Dinge ausprobieren
  • Zeit für sich alleine
  • Meditieren, Musik, Entspannung

Jeder Mensch hat eine Muse für irgendwas und diese wird sich früher oder später herauskristallisieren. Der richtige Umgang mit dieser wird sich als schwierigere Challenge erweisen. Denn niemand weiß, wohin man mit dieser Erkenntnis überall kommen kann.

Der optimale Weg wäre nun dieser Muse zu folgen, sich ihr zu widmen, mehr Zeit investieren. Bildest dich dahingehend weiter bis du dich komplett auf sie einlässt. Das ist der Traum, den wohl jeder hegt. Doch der wird vermutlich nicht rosig verlaufen. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die Außenstehende oft nicht nachvollziehen können. Andere Dinge hinter sich lassen und sich durchsetzen.

Es wird gut möglich sein, dass diese Erkenntnis der Mittelpunkt deines Lebens wird, wenn du es zulässt. Dein Schicksal liegt ganz allein in deinen Händen, was du damit anfängst bleibt dir ganz alleine überlassen.

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