Allgemein

Lernfortschritt

Ich habe mich im September 2020 dazu entschieden einen Blog aufzubauen.
Der Ansporn dafür war der Gedanke, dass ich mich an das Schreiben herantasten möchte und ich meinem Ziel Journalistin zu werden näher kommen will.
Da ich das erst nach dem Beenden meines Studiums, was voraussichtlich im Jahr 2022 sein wird, realisiere fehlt mir zum einen oft die Zeit und zum anderen der Kopf dafür. Primär habe ich keine Notwendigkeit daran gesehen loszulegen, da mir ja noch genügend Zeit bleibt. Aber wieso diese Zeit nicht sinnvoll nutzen? Die wenigsten sind als Meister vom Himmel gefallen.

Ohne jegliche Recherche startete ich also den ersten Beitrag zu verfassen. Es ging darum wie ich herausgefunden habe, dass ich das falsche Studiere und wie ich nun damit umgehe. Das Thema ist repräsentabel, da ich denke, dass viele junge Menschen, wie ich, oft nicht genau wissen, welche Richtung sie genau einschlagen möchten und wenn doch, wie sie mit diesem Wissen umgehen können. Zum andern ist es genau das, was mich zur zur Zeit beschäftigt hat. Gerade wegen diesen Voraussetzungen und einem gewaltigen Bündel Motivation schrieb sich der Beitrag nur zu gut von der Hand.

Nun, kaum ein Monat später merke ich, dass ich unglaublich viel dazu gelernt habe und schon die ein oder anderen Veränderungen vorgenommen habe bzw. noch vernehmen werde.


Wie es dazu kam?
Ich las mich vorerst im WWW ein und schaute, wie andere Blogger angefangen haben. Erfahrungsberichte und Entstehungsgeschichten. Schnell merkte ich, dass das ganze wohl komplexer war, als ich anfangs vermutete. Einige Punkte, habe ich bis dato komplett übersprungen und ausgeblendet. Also bestellte ich mir Bücher und Lektüren. Gerade über das Kreative Schreiben, Websiten Aufbau und einige Social Media Ratgeber. Parallel dazu kam ich auch nicht um YouTube Tutorials herum.
Und jetzt? Ich habe diesen Monat Revue passieren lassen und bin über das angeeignete Knowledge fasziniert. Neben genau diesem Gefühl fühle ich mich ein wenig überfordert, das alles umzusetzen. Andererseits bin ich auch gespannt, was ich in noch einem Monat dazu lernen kann.

Die Devise lautet

learning by doing

nach einem Monat merke ich folgende Veränderungen:

  1. Website

Ohne jegliche Ahnung gab ich „Blog erstellen“ bei Google ein und entschied mich ohne nachzudenken für die erstbeste kostenlose Plattform, die mir einfach zu bedienen erschien. Ich suchte mir ein Design meiner Wahl aus und stellte den eben genannten Beitrag online. Mir war natürlich bewusst, dass niemand jemals diesen Beitrag lesen wird, das war aber in Ordnung für mich. Es folgten die nächsten Beiträge und ich merkte, dass mir die Interaktion zu anderen Schreibern fehlt. Um ehrlich zu sein wollte ich primär herausfinden, ob mir das Schreiben langfristig überhaupt Freude bereitet und entschied mich dazu, dass zunächst auf diese Art und Weise für mich herauszufinden. (obvious update: Es macht mir Spaß)

Dadurch, dass ich den Link meines Blogs über diesen Anbieter oft nicht teilen konnte, da er als Spam gemeldet wurde, war ich schneller dazu gezwungen die Website zu wechseln, als mir recht war. Das hat aber seine positiven Nebeneffekte: Hätte ich länger gewartet, hätte ich noch mehr umformatieren können, es wäre also die doppelte Arbeit gewesen. Aufschieben ist noch nie die beste Methode gewesen. Vor allem, weil der Blog auf dem ehemaligen Anbieter keine Zukunft gehabt hätte.
Nun befinde ich mich gerade in dem Aufbau eines Blogs auf der bekannten Website WordPress. Hier scheint das alles um einiges umfangreicher zu sein, als bei dem vorherigen Anbieter. Verzweiflung, Trotz und Willenskraft kamen in mir hoch, aber ich war vor allem interessiert und ich glaube, dass genau letzteres entscheidend dafür ist, wenn man wie ich, als Grünschnabel startet.

Bei diesem Start machte ich mir schon um einiges mehr Gedanken. Ich informierte mich zum Thema Farbpsychologie und überdachte den Namen, suchte Synonyme und informierte mich über die Fähigkeiten verschiedener Themes. Inhaltlich machte ich mir auch andere Gedanken, denn dieses mal war es mir wichtig mit einem Konzept an die Sache heranzugehen um einen roten Faden ersichtlich zu machen.

2. Social Media

Da die Interaktion und das generieren von Reichweite allein mit einem Blog nicht sehr gut funktioniert, habe ich mich das erste mal aus einer anderen Sicht mich über Social Media informiert. Fragen wie, welche Zielgruppe und was ich Erreichen und eigentlich auch genau posten möchte musste ich zuerst für mich beantworten. Schlussendlich entschied ich mich für Instagram und Pinterest. Nach dem Informieren über Form und Trends bastelte ich vorschnell einige Templates dafür. Da ich mit mich minimal mit Affinity Designer auskannte nutzte ich dieses Programm dafür. Die Posts sehen meines Erachtens zwar nicht absolut schlecht aus, aber sie sprechen den Leser nicht genug an. Bilder scheinen in dieser Branche einen höheren Stellenwert zu haben, als mir bisher klar war. Also muss dafür ein neues Konzept her.

Zu Social Media gehören unstrittig Bilder. Hier entschied ich mich dazu, selbst welche zu machen und diese dann zu bearbeiten. Ihr merkt schon, das Aufgabenfeld wächst. Doch das macht mir persönlich auch Spaß, deswegen wäre es einfach nur unnötig, wenn ich genau diese Interesse von mir ignoriere um es mir leichter zu machen.
Jetzt nur noch die Frage, wo ich denn Bilder von so etwas machen soll. Das Auge isst mit, hatte vermutlich noch nie so viel Stellenwert, wie heutzutage. Nach kurzem Umschauen fällt mir auf, dass mir ein gewisser roter Faden wichtig ist. Also: einheitliche Bilder.

Hierfür musste ein Hintergrund her. Ich bastelte mir demnach ein Miniatur Fotostudio.

3. Begrifflichkeiten

Abkürzungen und Fachausdrücke wie HTML, CSS, RSS-FEED, OPEN SOURCE, CMS, DOMAIN, SUBDOMAIN und noch viele mehr konfrontierten mich plötzlich. Dazu kann ich nur eines sagen – lass dich nicht davon abschrecken – das sind nur noch ungelernte Vokabeln. Bisher komme ich noch um jegliches technisches Vorhaben drumherum, sodass ich mich mit dem Programmieren noch gar nicht befasst habe. Jedoch bin ich dem gegenüber offen eingestellt und kann mir vorstellen, dass das eine Rolle spielt, wenn ich irgendwann das Bedürfnis habe, meinen Blog professioneller aufzubauen.

Weiter entschied ich mich aus Kostengründen vorerst für eine Subdomain anstatt für eine eigene Domain. Das ist für den Anfang meines Erachtens auch absolut ausreichend. Nachteile, wie dass Subdomains schlechter auffindbar sein können sind mir momentan noch nicht Grund genug eine eigene Domain zu zulegen. Bei einer eigenen Domain steht der Name des Blogs im Vordergrund, während bei einer Subdomain der Anbieter (hier: WordPress) noch mit einspielt. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Sub-Teil im Laufe des nächsten Jahres noch gestrichen wird, und ich erstmals direkt Geld in meinen Blog investiere.

Das aktuelle Logo

4. Name, Logo

Nicht auf die erste Idee versteifen und auch nicht ewig überlegen. Irgendwo dazwischen müssen Entscheidungen, wie diese getroffen werden. Als ich startete war mir bei meinem ausgewählten Namen schon irgendwie klar, dass es nicht der Letzte sein wird. (“ Leben und leben lassen“)
Da es unter anderem am Konzept mangelte, lautete der Plan, dass nach grundlegenden Dingen der Name des Blogs folgen wird.

Der aktuelle Name „GedankenEck“ kam vor ein paar Wochen. Ich finde zwar dass er in die selbe Richtung geht, allerdings finde ich ihn griffiger und bin bisher zufrieden damit.

Die Erstellung eines Logos erschien mir zwar als nicht unbedingt notwendig, aber als sinnvoll. Also bastelte ich daran etwas rum. Anfangs mit filigranen Details und erdige Farben. Genau das wurde mit dem Anbieter Wechsel ebenso überarbeitet. Bei meinem zweiten und aktiven Logo, hatte ich schon ganz andere Punkte. Zum einen, dass man es von der Ferne erkennen kann, dass das Logo breiter und schwungvoll ist und das mit stimmigen Farben, die zur Seite passen gearbeitet wird. Trotzdem sehe ich noch einige Verbesserungsvorschläge darin, gerade was die Schrift und deren Farbe angeht.

5. Rahmenbedingungen

Um das Vorhaben nicht auf Grund von Unachtsamkeit wieder zu verwerfen entschied ich mich dazu, mich jeden Tag, auch wenn es nicht lange ist, hinzusetzen und etwas zu verschriftlichen. Das Schlüsselwort dafür: Kontinuität. Nicht nur um Beiträge zu generieren, sondern auch um in den Schreibstil hineinzufinden. Das Integrieren in den Alltag ist wohl das Wichtigste von allem, da genau daran die meisten privaten Projekte scheitern. Da ich über alles Schreiben möchte, was mich wirklich inspiriert kann es nicht beim Schreiben alleine bleiben.
Wichtig ist es, sich keinen Zeitvorgaben zu setzen, sondern es allein um das Machen geht. Allein das Hinsetzen und anfangen reicht manchmal. Wenig ist immer besser als nichts.
Ich habe mir To-Do’s für jeden Tag und Woche gemacht, sie sind nicht konkret, sodass sie auf jeden einzelnen Tag anzuwenden sind.

6. Das Planen

Ich dachte bislang, dass ich einfach über irgendetwas Schreibe und das überarbeitete online stelle. Doch das ist nicht genau so. Denn man muss sich einen Plan dazu machen. Ein Beitrag ist schließlich auch nicht in 60 Minuten zum Post bereit. Ein gut geplantes Projekt ist schon halb gepostet.
Genau das ist auch der Punkt, an dem ich noch sehr viel arbeiten muss.

Mittlerweile mache ich mir Gedanken dazu, was ich für Fotos dazu machen möchte. Jedoch war es das auch schon wieder. Mir fällt es schwer meine Beiträge genau zu strukturieren und wo ich welche Aspekte reinbringen möchte. Allein bei diesem Beitrag bin ich 2 mal abgeschweift und musste das alles dann schon wieder in neue Dokumente einfügen. Ich habe angefangen mir jede Gedankengänge zu verschriftlichen und immer mit einem Notizblock aus dem Haus zu gehen.
Jede Idee bekommt eine eigene Seite und ich überlege mir, wie viel Zeit ich wohl dafür brauchen werde.

Das ist mein erster Schritt und hier sehe ich noch enormes Potenzial und freue mich tatsächlich auch schon darauf, eine Routine herzustellen. Denn bisher fühle ich mich beim Schreiben zwar wohl, allerdings noch ein wenig unsicher. Aber das ist kein unvergängliches Gefühl.

Ich hoffe dieser Erfahrungsbericht hat dir geholfen, oder du kennst es vielleicht noch selbst von deinen Anfängen. Ich bin gespannt, was ich euch bei dem nächsten Update dazu sagen kann. Man lernt hier vermutlich nie aus und genau diese Selbstoptimierung ist das, was es so interessant macht.

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