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Wieso ich jeden Tag mit einer To-Do-Liste starte

„Du brauchst drei Hobbys: Ein Hobby mit dem du Geld verdienst, eins was dich fit hält und eins was die Kreativität beansprucht“

Geld steht im Vordergrund eines jeden, denn es verbessert das komplette Leben. Durch den Sport wird der eigene Körper trainiert, das Steckenpferd, jeder erkennt und beachtet ihn ständig. Doch das letzte bleibt oft auf der Strecke. Aber wieso? Naja, meist wird das auf mangelndes Talent zurückgeführt, aber damit macht man es sich nur selbst zu leicht. Ich sag euch auch wieso – weil es eine Beschäftigung ist, die man nur für sich selbst macht und meist nicht sichtbar für andere. Außerdem muss man das Konkurrenzdenken auch irgendwann man ausschalte. Bei der Kreativität gibt es kein gut und schlecht, auch wenn das oft vermittelt wird.

Ohne jegliche kreative Aktivitäten bin ich auch gut gefahren, doch nachdem ich mein Leben dahingehend angepasst habe würde ich keinen Tag mehr so führen wollen, wie es zuvor war. Kreativität war schon immer ein großer Bestandteil meines Leben. Aber wieso rückte genau dieser Aspekt immer weiter in den Hintergrund? Klar – tatsächliche Nachteile habe ich nicht verspürt, wirklich damit auseinander gesetzt habe ich mich schließlich auch nicht damit. Aber mir hat das Zeichnen, Schreiben und lesen immer Freude bereitet, wieso wurden genau diese Aspekte also komplett vernachlässigt? Die „keine Zeit“ Ausrede ist mehr als Überholt. Für alles andere findet man doch auch immer Zeit.

Als ich meine Bildschirmzeit zum ersten mal überprüft habe bin ich fast aus allen Wolken gefallen. Fast einen kompletten Tag der Woche verbringe ich nur auf Social Media. Instagram, Tik Tok und Pinterest klaut mir meine Zeit und ich lasse es einfach so zu. Ich mach mit und was kommt dabei herum? Nichts. Nichts außer verschwendete Zeit. Ich ordne Social Media auf keinen Fall dem Teufel zu, aber wir nutzen es falsch. Klassische Zweckentfremdung.

Mein allererster Schritt und das rate ich jedem, war es also meine Social Media Konten auszumisten. Ich ging wie folgt vor:
Entabbonieren mehrerer ähnlichen Seiten ( eine Meme Seite anstatt vier), jeglichen Promisternchen wurde auch entfolgt. Denn gerade diese sind sehr aktiv auf ihren Profilen, ergo klauen sie mir natürlich auch am meisten Zeit. Ich machte mein Profil selbst einfach uninteressanter für mich ohne auf etwas zu verzichten. Da das nun erledigt war musste ich mir nur das abgewöhnen, was ich mir die letzten Jahre nahezu antrainierte – ständig die App öffnen.

Meine persönlichen Favs´ befanden sich bis dato an der Fixing Leiste unten am Smartphone, sodass ich ohne Probleme und Umwege sofort darauf zugreifen konnte. Das änderte sich. Nun gibt es einen Ordner „Social Media“, wobei ich mich zweimal bewusst dazu entscheiden muss, auf die Platform zu gelangen.

Außerdem musste es aus manchen Situationen verbannt werden. Direkt nach dem Aufstehen, in der Bahn, direkt nach dem Feierabend und dann nochmal kurz vor dem Schlafen gehen. Das raubt Zeit, Zeit in der man einfach auch ohne könnte. Ich fing an morgens direkt nachdem Wecker klingeln das Bett zu verlassen. Außerdem legte ich mir einen manuellen Wecker zu, damit der erste Blick am Morgen nicht auf das Handy ist. Ich versuchte generell auch von der ständigen Beschallung loszukommen, also hörte ich oft keine Musik in Situationen, in denen es mir schon fast unangenehm erschien keine Musik zu hören. Aber nach kurzer Zeit gewöhnte ich mich auch daran, es fühlte sich fast so an, als hätte ich meine Kopfhörer jeden Tag aufs Neue vergessen, eigentlich ich trug sie aber immer mit mir.

Parallel dazu begann ich zu Lesen und freute mich stets darauf endlich weiterzulesen. Also trug ich auch oft Lesematerial mit mir, sodass ich ortsunabhängig mich spontan dazu entscheiden konnte weiterzulesen. Und sieh an – mittlerweile erwische ich mich oft dabei, wie ich in einem Café oder auf einer Bank lese.

So startete mein Projekt. Nun soll es aber ein anderes Ausmaß bekommen. Wie soll ich all das ständig auf dem Schirm haben? Wie soll das zeitlich funktionieren? Planung! Plane deinen Tag im voraus und sei dir bewusst, was du heute erreichen möchtest.

Ich habe deswegen angefangen für jeden Tag eine To-Do Liste zu schreiben. Manchmal schreibe ich sie schon am Vortag, doch meist noch am selben Tag direkt nach dem Aufstehen. Es ist etwas in einem selbst aus Haken zu setzen. Es vermittelt einem ein gutes Gefühl. Außerdem entflieht man so der Gefahr Pflichten zu vergessen. Was du an einem Tag nicht schaffst verlegt sich einfach auf einen anderen, schließlich muss man keine unnötige strenge beweisen.

Es gibt manche Dinge, die ich schon auf Wochensicht in eine Liste eintrage. Langeweile kommt nicht mehr auf und ich kann wirklich bestätigen, dass sich die Produktivität enorm steigern wird, da man viel bewusster mit seiner Zeit umgeht. Gerade wenn man etwas Neues in sein Leben integrieren möchte kann eine To-Do-Liste sehr hilfreich sein, denn so teilt man dieser Beschäftigung bewusst einen eigenen Rahmen zu.

Einblicke in die Grundsätze meiner persönliche To-Do-List

On my daily list

Ich werde jeden Tag etwas zeichnen. Es muss nicht groß und aufwendig sein. Ohne Vorgaben oder mit strikter Vorlage – es geht um den Rückbau der ganzen Beschäftigungen, die als normal oder auch als cooler angesehen werden.

Ich werde jeden Tag etwas schreiben. In meinem normalen Alltag zwingt mich niemand dazu, wie damals in der Schule. Die Folge- man verlernt es. Ist es nicht traurig, dass man Probleme dabei hat sich schriftlich über ein Thema zu äußern? Sodass das Verfassen einer E-Mail nahezu zum Horror wird.

Das Lesen wurde in vergangener Zeit ebenfalls vernachlässigt. Es ist gar nicht schwer gerade das wieder zu integrieren. Statt über den Display zu swipen einfach mal ein Buch in die Hand nehmen. Was mir aufgefallen ist, ist dass es mir enorm schwer fällt mich zu konzentrieren. Das ist doch nicht normal, dass ich stundenlang irgendwelche Inhalte, schöne Bilder und Videos anschauen kann, mich aber keine 20 Minuten auf ein Buch fokussieren. Das möchte ich wieder ändern.

On lists several times in a week

Schnelles Zweckessen schöpft das Potenzial einer jeden Küche wohl nicht aus. Aber man hat ja keine Zeit sich wirklich was zu kochen. Genau diese Zeit sollte man sich ab und zu einfach mal nehmen. Nicht einfach irgendetwas schnell zubereitetes essen, Kochen oder zumindest Gerichte, die aus unverarbeiteten Produkten zubereitet wird raubt einem eigentlich gar nicht so viel mehr Zeit. Außerdem kann es auch richtig Spaß machen. Wer kennt es nicht, in Gesellschaft isst man hauptsächlich nichts wirklich nahrhaftes – Pizza, Döner oder Nudeln. Vor dem Verzehr sitzt man im Zimmer herum und wartet bis das Essen fertig ist oder geliefert wurde. Aber wieso genau diese Zeit nicht einfach dazu nutzen etwas gemeinsam zu kochen?

Sport, bei diesem Begriff kommen sofort Bilder eines Fitnessstudios oder eines Joggers auf. Das meine ich tatsächlich nicht mal unbedingt mit diesem breitgefächertem Überbegriff. Was ist denn mit dem Spazieren gehen? Das geht gut in Gesellschaft, einem guten Hörbuch oder ganz klassisch mit Musik. Vielleicht beobachtet man irgendwelche besonderen Ereignisse, die man hier im Alltagsstress nicht wahrnimmt. Spazieren gehen kann richtig interessant sein und neue Motivation in einem selbst hervorrufen. Lade dir auf dein Handy eine Schrittzählerapp. Vielleicht weckt diese in dir ein Ansporn jeden Tag etwas mehr zu laufen, oder du setzt dir einen Richtwert, der so in etwa erfüllt werden muss.

Zeit für mich ganz alleine. Der wichtigste Punkt um sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen. Ob allein im Bett oder in einem Café, manchmal ist es total gut seine Erfolge, Ideen und noch zu erledigende Dinge zu verschriftlichen. So sortiert man ganz bewusst ein Teil seines Lebens.

Typisch für mich und viele anderen ist es das Lernen auf eine Prüfung bis ans ultimo zu schieben. In der kurzen Zeit vor einer Prüfungsphase leide ich an meiner Lebensqualität demnach enorm. Also findet sich in ein paar Tagen der Woche vereinzelt etwas Study Time.

Als Fazit: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, die Übung machte einst einen zum Meister seines Handwerks. Und du wirst schnell merken, worauf du dich fokussieren wirst.

Ich selbst habe mich im letzten Monat langsam an dieses Projekt herangeführt und setze es jetzt durch und halte euch mich Erfolgen und Konflikten auf dem Laufenden.

Ein Kommentar

  • Stella, oh, Stella

    Ich habe so eine Liste für meinen Garten, damit ich nichts Wichtiges vergesse, ansonsten geniesse ich es, nicht mehr so viel zu planen, einfach nur den Tag sich entwickeln lassen. Ich bin nämlich am anderen Ende der Lebenserfahrung angelangt (Rentnerin).
    So wie du es anpackst ist es sicherlich ein gutes Mittel, sich von Überflüssigem zu lösen und sich auf Essentielles zu konzentrieren. Eben dieses „was möchte ich selbst eigentlich“ und nicht so sehr „was wird von mir erwartet“. Das Leben wird so lebenswerter. Toll, dass du das schon in jungen Jahren bemerkt hast.

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