Allgemein

Wieso du offen gegenüber Fremden sein solltest

Sein ganzes Leben lernt man hauptsächlich von dem Wissen anderer. Eltern, Geschwister, Lehrer und Dozenten sind vermutlich die offensichtlichsten Wegbegleiter. Aber wenn man genau darüber nachdenkt, beeinflussen auch andere Menschen das eigene Handeln und Denken. Meist ist es auch so, dass sich diese neuen Gedanken zwar im Kopf einprägen, jedoch nicht der Verfasser.

mehrere Menschen werden von einer Person unterrichtet

Es können sowohl berüchtigte Persönlichkeiten sein, die etwas einprägendes in einem Interview von sich geben, als auch ein beliebiger Bauarbeiter, der etwas faszinierendes an sich hat.

Meist vergessen wir ohnehin, von wem welche Aussage stammt. Doch die Message bleibt hängen.

Aber wieso passiert so etwas hauptsächlich nur nebenher und nicht aktiv im Zusammenspiel mit dem Bewusstsein? Klar, man kann nicht damit rechnen heute jemand inspirierenden kennenzulernen. Eine Person mit dem gewissen Prestige, die einem selbst etwas mitgibt, spaziert schließlich nicht einfach in das eigene Wohnzimmer. Allerdings geschehen Begegnungen öfter als vermutet. Meist versäumen wir diese nur. Sei es aufgrund von Unaufmerksamkeit oder Ungläubigkeit.
Ein bewusster Umgang mit solcher Begegnung kann etwas ganz besonderes sichtbar machen. Mit der benötigten Fassung können solche Treffen bewusster angegangen werden um gewisse Synergien aufzubauen.

Was meine ich genau?

Um den eigenen Horizont zu erweitern ist der Austausch, ob medial oder persönlich, mit anderen Menschen essentiell.

Manchmal stehen wir Menschen einfach auf dem Schlauch. Gerade das Hören anderer Sichtweisen und Herangehensweisen prägen das alltägliche Leben. Der Austausch von Lebensweg, Planung, Träumen, Beschäftigungen, Hobbys und Wünschen beeinflusst das Denken und die Gefühlswelt der Menschen.
Aber genau das sind intime Themen, die nicht jeder preisgeben möchte. Obwohl es meist leichter fällt, mit einer fremden Person über Themen dieser Gattung zu sprechen. Trotzdem kann man natürlich nicht immer auf das Preisgeben der Lebensphilosophie anderer hoffen. Das andere Wesen mit Hilfe eines kleinen Ausschnitts kennenzulernen und der Phantasie noch etwas Raum zu lassen kann unfassbar interessant sein. Manchmal bleiben genau diese Bekanntschaften noch sehr lange im Gedächtnis, da man sich an genau an Ungesagtem oder leicht angerissenen Thema aufhängt. Dir eigene Phantasie bastelt daraufhin den Rest dazu, um die Person im Kopf in eine Schublade stecken zu können.


Am interessantesten wird es, wenn man auf Menschen trifft, zu denen man auf irgendeine Art und Weise aufschaut. So kann man sich vieles abschauen und macht sich womöglich auch andere Gedanken.
Man kommt so auch auf andere Quellen, wie zB. Bücher, Podcasts, Zeitungen etc, die man sich selbst nicht unbedingt ausgesucht hätte. Das entspricht einer abgeschwächten Form des 2-Quellen-Prinzips, wobei du die erste und bis dahin einzige Quelle gewesen bist.

Wie kommt man ein Gespräch?

Gehe zum einen mit einer offenen Haltung durch das Leben und nehme Situationen bewusst wahr. Vielleicht ergibt sich was auf dem alltäglichen Arbeitsweg oder bei jemanden, der Hilfe benötigt. Bedenke, dass eine positive und selbstbewusste Ausstrahlung eher zu neuen Kontakten führt. Beobachte das menschliche Verhalten anderer, vielleicht musst du gar nicht aktiv werden und den ersten Schritt machen. Suche bewusst den öffentlichen Raum. Du kannst dir auch denken wo du auf welche Menschen triffst.

Sehe es wie eine Bücherei (was sich für neue interessante Bekanntschaften übrigens optimal anbietet).

Das Geschäft ist in verschiedene Genres aufgeteilt. Romane, Wirtschaft, Philosophie etc. Wenn jemand in diesem Bereich steht kannst du davon ausgehen, dass es kein Produkt des Zufalls ist. Hier belauscht es sich gut. Obwohl man selbst nur als Beobachter stattfindet, lernt man durch die Gespräche anderer. Ich bekomme Buchempfehlungen mit, um was es hier und da geht, was zu wem passt.

Suche Gemeinsamkeiten und nutze diese für einen Gesprächsanfang. Stelle Fragen, sei interessiert, sobald sich dein Gegenüber gehört fühlt und merkt, dass du mehr erfahren willst wird er dich vermutlich nicht mehr wegschicken. Achte darauf eine gewisse Distanz zu bewahren um nicht aufdringlich zu wirken. Sei freundlich und höflich, stelle keine gespielte Innigkeit dar.

Sehe in jeder Person eine Reise, die du durch Erfahrungen nachvollziehen kannst. Lass gelerntes Erinnerung sein, nach einem solchen Gespräch ist es schön es einfach im Kopf zu behalten. Wo möglich sind gewisse Synergien entstanden auf die sich aufbauen lassen würde, aber ist das denn immer nötig?

Habe keine Angst, wenn du jemanden höflich entgegenkommst, wird er dich zu großer Wahrscheinlichkeit nicht respektlos behandeln. Und selbst wenn, was soll passieren? Es hat schließlich keine Auswirkungen auf dein Leben am nächsten Tag, in der folgenden Woche, Monat oder Jahr. Auch mit Ablehnung umgehen zu können ist etwas zum Dazulernen. Nach einer negativen Erfahrung, bin ich meist noch kurz danach peinlich berührt oder genervt, allerdings hält das nicht mal 10 Minuten an, da dies nicht im Verhältnis steht zu deinem persönlichen Leben.
Mir kommt es manchmal so vor, als würde ich nicht ohne Grund auf bestimmte Menschen treffen. Sie kommen mir tatsächlich wie bestellt vor, ähnlich wie ein Seelenverwandter oder etwas in der Art.

Nach einer positiven Begegnung fesseln sich meine Gedanken oft an diese und ich bin teilweise noch Wochen danach fasziniert. Meine letzte Begegnung mit einem kurzen Wegbegleiter war der Ansporn für diesen Artikel. Diese Geschichte wird in Naher Zukunft hier online gestellt werden.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.