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Wie mein perfekter Tag aussieht -Herbst Edition-

Das Leben geht voran, Tag ein, Tag aus. Man tut das, was eben getan werden muss. Eine Verpflichtung jagt die andere. Das hat natürlich nicht nur negative Seiten, so wie es jetzt vermutlich rüber kommt. Denn nicht jede Verpflichtung muss zwingend negativ sein.

Nichts desto trotz stellt sich ein Teil von mir die Frage, was ich tun würde, wenn ich wirklich das tun kann, was ich möchte? Damit meine ich nicht so etwas, wie nach Dubai fliegen und im teuersten Hotel mit Justin Timberlake Sushi essen, sondern den wohligsten Tag, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Diese Frage ist nicht ohne Überlegungen zu beantworten, da man oft schon gar nicht mehr weiß, was einem jetzt tatsächlich Freude bereitet. Genau diese Frage zu beantworten ist allerdings wichtig, denn es kann bei der Erkenntnis „Sinn des Lebens“ eine Hilfestellung sein. Wenn du weißt, was für dich die pure Entspannung ist, weißt du in der Regel auch, wie deine berufliche Sphäre ausschauen sollte. Wie willst du etwas ändern, wenn du gar nicht weißt, was deine Wünsche sind? Und die Erkenntnis ist doch bekanntermaßen der erste Schritt zur Besserung.

Ich habe mir meinen, realistischen Tag, der nur mir gewidmet ist, gebastelt. Und zwar dem herbstlichen Wetter angepasst. Beim Schreiben fällt mir auf, dass das alles umzusetzen ist – wenn ich Lust habe, kann ich meinen nächsten Samstag einfach so verbringen.

Aber, diese Zeit muss man sich erst mal nehmen und das größte Problem ist immer noch, dass man oft gar nicht wirklich weiß, was einem jetzt wirklich Spaß macht.

Mach dir selbst einfach mal selbst Gedanken darüber, als Hilfestellung findest du in den folgenden Zeilen mein perfekten Tag.

Mein perfekter Tag startet um ca. 8 Uhr morgens. Beim natürlichen Erwachen möchte ich schon feststellen, dass ich ausgeschlafen habe und in einer förderlichen Position die Nacht verbracht habe, sodass ich ohne Verspannungen und ohne Schmerzen direkt vital in den Tag starten kann. Mir ist es hierbei wichtig, dass ich alleine in meinem eigenen Bett im Elternhaus aufwache. Mein Zimmer bzw. mein Stockwerk muss sauber und aufgeräumt ein. Beim ersten Blick aus dem Fenster sehe ich ein typisch tristes Kuschelwetter. Es regnet und es ist kalt.

Nach dem Aufstehen gehe ich in die Küche. Meine Eltern haben schon gefrühstückt, mein Platz ist aber noch gedeckt. Es steht eine Tasse Kaffee auf meinem Platz und ein hartgekochtes Ei. Ich mache mir einen grünen Smoothie und genieße in aller Ruhe diesen Moment. Nebenher gehe ich auf Instagram und scrolle ein wenig durch. Ich habe mir schon am Vortag ein Magazin (bsp. Inside, Spiegel) gekauft. Der Inhalt sollte mich unterhalten und mich nicht weiterbilden. Ich möchte wissen, was die deutsche Prominets so veranstaltet. Darin lese ich noch ein bis zwei Artikel und trinke meinen Filterkaffee mit Milch, ohne Zucker, genüsslich aus. Ich habe mich bereits nach dem Aufstehen präventiv umgezogen, um mich davor zu schützen nach dem Frühstück wieder in mein gemachtes Bett zu fallen. Denn mein Körper trägt bereits ein Sportgewandt. An meinen Füßen befinden sich meine alten weißen Old Skool Vans, die schon absolut zugerichtet sind, die ich trotzdem am liebsten fürs Studio trage. Gefolgt von meiner Schwarzen Adidas Leggins und einem lockeren Shirt darüber. In meiner Sporttasche befinden sich Wechselklamotten und Duschutensilien, neben meiner Trinkflasche, einem Trainingshandtuch und meinen Kopfhörern. Ich nehme alles in die Hand und setze mich in mein vollgetanktes Auto. Hier fange ich die neue folge des Podcasts „Apokalypse und Filterkaffee“ an, die ich bisher noch nicht hörte. Bis ich dann dort bin, ist diese Folge gerade beendet und ich kann mein 1 Stündiges Training beginnen. Direkt im Anschluss dusche ich mich vor Ort, ziehe mich um und fahre wieder nach Hause. Nach dem direkten Ausräumen meiner Tasche lerne ich 1-2 Stunden. Damit wäre mein Gewissen auch bereinigt. Der Hunger drängt mich allerdings zurück in die Küche. Hier bemerke ich, dass meine Oma selbstgemachte Maultaschen vorbeigebracht hat. Mit dem Salat meiner Mutter entspricht das dem perfekte Essen. Ich esse nun alleine in der Küche, während ich mich via YouTube auf den neusten Stand bringe.

Im Anschluss begebe ich mich mit einem Ingwertee in mein Zimmer und meditiere für eine viertel Stunde mit einer geführten Meditation von Spotify. Danach packe ich meinen Laptop und mein Handy, lege mich zurück ins Bett und schreibe. Ich schreibe, über ein Thema, das mir wichtig ist und mir gelingt es meine Gedanken zu aufs Papier zu bringen. Am Abend, gegen 18 Uhr, kommen Freunde. Freunde zum Wii-Spielen oder für einen Brettspielabend. Wir snacken und reden, nebenher bringen wir uns auf den neusten Stand und freuen uns bei einander zu sein. Nach 3 Stunden geht jeder wieder nach Hause. Nach dem Aufräumen gehe ich für eine kurze Zeit spazieren. Dann kuschle ich mich ein. Ich mache mir erneut einen Tee, trage Kuschelsocken und habe möglicherweise sogar eine Flechtfrisur. Ich habe mir ein Buch ausgesucht in dem ich nun rund 60 min lese. Danach schalte ich den TV ein, schaue Friends und verbringe noch eine Weile auf Instagram.

So stelle ich mir meinen perfekten Tag vor. Aber wieso ist nicht jeder Tag so? Abwarten. Irgendwann, werden meine Tage meiner Vorstellung gemäß verlaufen.

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