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Tipps und Tricks, die den Einstieg in das Rauchen erleichtern

„Rauchen: Wirkung, Risiken und RauchstoppRauchen“
„Schluss mit Rauchen: So hören Sie auf“
„Rauchen und Gesundheit – Jetzt rauchfrei werden“

Das sind Titel von Beiträgen, von denen man noch viele mehr findet, wenn nach dem Begriff „rauchen“ gesucht wird. Was fällt auf? Das Thema ist absolut negativ behaftet. Trotzdem rauchen rund 20% der Erwachsenen in Deutschland regelmäßig. Eigentlich sollte man genau diesen danken. Denn jeder von ihnen unterstützt die Gesellschaft. Raucher und Raucherinnen in Deutschland entlasten Sozialkassen und Steuerzahler um rund 40 Milliarden Euro. Sprich: Rauchen ist in gewisser Weise eine gemeinnützige Sache. Obwohl jeder der ca. 13 Mio. Menschen hierzulande den Risiken bewusst ist, handeln sie selbstlos und lassen sich von der miserablen Pressearbeit nicht davon abbringen. Auf die Absichten kommt es nicht an, denn das Resultat ist dasselbe.

Ein Artikel der beim Raucherstopp helfen soll jagt den nächsten. Aber Moment mal – Ich finde keinen einzigen Beitrag, der den Raucherstart erleichtern soll. Dieser ist nämlich auch kein Zuckerschlecken. Nur weil es gesundheitlich nicht die besten Folgen mit sich bringen kann, heißt nicht, dass man diesem Thema keine Plattform bieten soll.

Also los, hier meine 6 Tipps für den Rauchereinstieg, und welche Hürden auf dich warten.

  1. Die Geschmackshürde und das kratzen im Hals

Die ersten Zigaretten sind nahezu eine Qual. Man bekommt den Rauch den Hals nicht runter, hustet sich Leib und Seele aus dem Körper und ekelhaft schmecken tut es auch noch. Direkt nach der Zigarette jagt dich ein Schwindelgefühl. Kurz und knapp – die erste Zigarette lädt nicht zur nächsten ein.

Nimm kleine Züge und versuche sie mit einem kurzen Luftzug danach einzuatmen. Trage auch stets etwas Flüssigkeit mit dir. Optimal ist es natürlich, wenn du betrunken bist, dann merkst du das alles gar nicht mehr so arg und du rauchst schneller in die Lunge ein. Denn wenn sich dein Hals erst mal daran gewöhnt hat, hast du eine Basis , die dir keiner mehr wegnehmen kann, selbst wenn du nicht regelmäßig rauchst.

Also merke: viel trinken, am besten alkoholische Getränke und setz dich dazu hin

  1. In den Alltag etablieren

Um das Rauchen nicht zu vernachlässigen ist es wichtig das neue Hobby in den Alltag zu integrieren. Direkt nach dem Aufstehen zu rauchen ist für Fortgeschrittene und du musst dir auch anfangs noch keine reindrücken, wenn du nicht magst.

Wie wäre es mit kleinen Vorgaben, z.B. In einer bestimmten Pause oder nach dem Mittagessen oder direkt nach dem Feierabend.

Wenn du eine Zigarette mit etwas Positivem verbindest fällt es dir auch leichter dich darauf zu freuen und du wirst merken, wie du Freude schnell mit einer Zigarette assoziierst. Du kannst eine Zigarette auch als Belohnung sehen – du bist mit dem Lernen fertig? Erstmal Eine rauchen.

Sehe in jeder freien Minute eine Raucherpause. Damit bist du auch nicht alleine, du wirst schnell Anschluss an alteingesessene Raucher finden. Hierbei ist es wichtig einfach so zu tun, als würdest du schon immer Rauchen. Lass dir den Neuanfang nicht gleich anmerken.

  1. Freunde und Familie einweihen

Um direkt in den Raucheralltag zu starten, ist es gut, wenn du keine Häme herum machst. Oute dich nicht, als wäre es etwas krasses. Sprich einfach total selbstverständlich darüber und tu so, als wäre es nie anders gewesen. Es gehört nun zu dir, egal wie lange schon. Gewöhne dich an blöde Sprüche und unnötige Kommentare, entgegne stets ein „Ist doch mein Körper“ denn damit blockst du komplett ab, und der Moralapostel von gegenüber fühlt sich vermutlich blöd. Lass dich bloß nicht verunsichern.

Je mehr Leute im Freundeskreis rauchen, desto willkommener fühlst du sich. Wenn in deinem eigenen Kreis aber keiner raucht und du auch nicht unbedingt neue Freundschaften bilden willst, dann bring sie doch einfach dazu, einer muss schließlich immer den ersten Schritt machen. Biete öfter eine Zigarette an, ohne aufdringlich zu wirken. Rechne mit einer Absage.
Ganz wichtig, bestehe auf deine Zigarette. Wenn du eben rauchen willst, dann mach das auch, selbst wenn die Mehrheit dich darauf hinweist, dass du nun die ganze Gruppe aufhältst. Nutze Gelegenheiten wie die Volltrunkenheit deinem Gegenüber, hier sind die Hemmschwellen bekanntlich weit unten.

Wer einmal zur Kippe greift, zögert bei der zweiten nicht lange.

  1. Morgenrotz

So eklig es sich auch anhört, in den ersten 2 Wochen gehört es dazu. Die Lunge und der komplette Atemweg reinigt sich von selbst. Durch das Rauchen, zerstört man die Härrchen, die dich z.B. vor Infektionen bewahren. Sprich, ein Nichtraucher ist geschützter, als ein Raucher. Wenn du gerade erst anfängst mit dem Rauchen, wird es so sein, dass dein Körper noch ordentlich dagegen ankämpft, sodass er sich über längere Zeit, in der du eben nicht rauchst, also über Nacht erholt, da du während dem Schlaf nicht zur Schachtel greifst. Also stehst du morgens mit einem Klos im Hals auf. Das ist ganz normal, und wird immer weniger.

Einmal dolle husten und dir wird es wieder super gehen. Und keine Sorge, dein Hals gewöhnt sich daran.

5. Geruch

Ja, der Geruch des Rauchs und dementsprechend von Rauchern, ist nicht der angenehmste. Aber hier ist es, wie auch sonst bei allem unliebsamen, du wirst dich daran gewöhnen. Wasche regelmäßig deine Jacken, die bekommen schließlich alles ab. Bei langen Haaren kann man dem auch mit einem Zopf dagegen wirken.

Vermeide den lächerlichen Versuch den Geruch mit Parfüm zu übersprühen, das riecht einfach nur eklig und billig. Steh dazu aber achte darauf, dass sich der Rauch nicht in die Fasern einhockt, sondern immer „frisch“ bleibt.

Vermeide es in geschlossenen Räumen zu rauchen, an der frischen Luft verteilt sich der Duft logischerweise um einiges besser.

Es gibt vermutlich immer noch keine optimale Lösung für die Raucherhände. Bis zu 60 Minuten nach einer Zigarette, entlarven diese wohl jeden, immer als Raucher. Allerdings spielt hier die Pandemie gut mit rein, denn Desinfektionsmittel hat bekanntlich einen intensiven Geruch. Greif hierbei auch nicht zu Handcremes, das hat den selben Effekt, wie mit Parfüm.
Wenn du widerwillig Tipp 3, das Rauchen verstecken musst, dann rate ich dir immer einen Handschuh mit dabei zu haben. Zieh ihn an und halte ausschließlich mit diesem die Zigarette. Das sieht zwar echt blöd aus, aber so setzt sich der Rauch eben nicht an den Fingern fest.

  1. Mindset

Steigere dich etwas herein. Du bist nun Raucher, du hast ein Hobby. Passe dementsprechend deinen Lifestyle an. Raucher zu sein heißt übrigens nicht unbedingt unsportlich zu sein. Es gibt viele Möglichkeiten, fange doch mit dem Drehen an. Das hat Stil und somit hast du ein zweites Hobby und spart Geld. Durch das Rauchen, lernst du in neuen Umgebungen schnell Menschen kennen. Du weißt auch stets eine 5min Pause zu nutzen.

Lebe den Lifestyle, fang an Kaffee zu trinken, das passt herrlich zusammen. Buch, Kaffee, Zigarette. Hört sich das nicht toll an?

Tipp, der zwar nicht in die Reihe passt, aber echt sinnvoll ist. Gerade wenn du lediglich Freizeitraucher/ Wahlraucher bist, dann lege dir alle 3 Wochen mehrere Tage in Folge ein, in denen du nicht rauchst und auch keinen Kaffee trinkst. Nenn es Detox, aber eigentlich lebst du nur so, wie jeder Nichtraucher. So entgehst du der Sucht und du hast noch alles im Griff. (keine Garantie)

Ein Kommentar

  • Hajo Stork

    27 Jahre hab ich (viel) geraucht, und heute bin ich froh, daß ich diese schlechte und teure Angewohnheit abgelegt habe. Die meisten Leute sind sich der Risiken nicht bewußt und merken nicht, wie doof es ist, sich der Stinkerei zu verschreiben. War mir auch lange nicht klar. Die Gesellschaft kostet das ungefähr 80 Milliarden Euro jährlich, und ich selbst habe etliche zehntausend Euro verballert, die ich sicher besser hätte verwenden können – zum Beispiel für Haschischkekse. 😉

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