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Über den Moment an dem wir unseren Ehrgeiz verloren haben

Der Ehrgeiz eines Kindes ist wunderschön und lässt Unglaubliches schaffen. Es ist normal, dass man sich Niederlagen eingestehen muss und diese immer häufiger den Lebensweg kreuzen. Doch es ist nicht normal sich die Normalität dessen einzugestehen. Was passiert, wenn ein Mensch immer daran denkt nicht die Spitze bilden zu können? Es scheint absurd in etwas Tabellenführer zu sein, selbst wenn die Tabelle nicht auf die gesamte Bevölkerung auslegt ist. Die Folge dessen? Der Verlust des Ehrgeizes. Und das scheint absolut gesellschaftskonform zu sein. Man sucht Verbündete, redet sich die Situation spielerisch gut, anstatt sich zu helfen und zusammen aufzusteigen. Als hätte man so die Möglichkeit das eigene Versagen vor sich selbst zu rechtfertigen. Das Gemeinschaftsgefühl lässt das Versagen in Ordnung wirken. Doch bist du mal alleine, aus deinem Kosmos ausgebrochen, merkst du wie du dich selbst in deinem Prozess behindert hast.

Es ist manchmal so, wie mit dem weit verbreieten Hassfach „Mathematik“. Es ist nunmal ein Fach, in das man Zeit investieren muss, gute Noten kommen nicht von irgendwo. Doch wenn man sich zu Schade dafür ist tut man die schlechte Note mit einem „Ich war noch nie gut in Mathe“ „Ich kann Mathe einfach nicht“ oder ähnliches ab. Und damit ist dann gut, so kommt man durch die Schule und nach dem Abschluss hat man im Betsen Fall nichts mehr damit am Hut. Was hat man daraus gelernt? Man kann sich an allem vorbeischlängeln. Aber ist das wirklich erstrebenswert?

Oft wird vergessen, dass man auch an auch Plan B scheitern kann. Wieso also nicht erst einmal Plan A ausprobieren?

Wer sich ausschließlich erreichbare Ziele steckt wird selbst an diesen scheitern. Wer im Gegensatz dazu Großes anvisiert wird allein auf dem Weg dahin schon einiges erreichen.

Wenn Kinder zu uns hochschauen und uns erzählen, was sie eines Tages erreichen wollen, wer sie mal sein wollen und wo sie sich sehen, hat unsere Reaktion eine große Auswirkung auf deren Umgang mit eigenem Vorhaben. Selbst wenn wir nicht daran glauben ist es fatal Misstrauen entgegenzubringen. Denn dann fangen sie ebenso an daran zu zweifeln, oder schämen sich sogar für ihre Visionen. Wieso sollten wir überhaupt den Traum anderer, egal wie alt sie sind, ausreden? Auf dem harten Boden der Realität landet irgendwann sowieso jeder, doch wer nicht wagt, der wird niemals eine Situation des Aufbruchs erleben. Nur weil man selbst nichts gewagt hat oder schlechte Erfahrungen erlitt, ist es nicht nötig andere davor „bewahren“ zu müssen. Das geschieht ohnehin nur aus Neid und Angst, dass es bei dem Gegenüber wirklich funktionieren könnte, während man selbst in seinem Trott steckt, obwohl man doch alles „richtig“ gemacht hat. Nach dem Motto „Wenn ein Mensch risikoreicher lebt als man selbst und dabei noch einen guten Lebensstandart pflegt, hat dieser nur Glück.“

Neid fügt dir und deinem Umfeld erheblichen Schaden zu.

Das hier ist ein Appell an jeden Leser: Träumt groß und lasst träumen. Gibt es etwas schöneres als die eigenen Träume ohne Bedenken teilen zu können oder andersherum die Träume anderer zu hören. Das ist ein riesiges Privileg und das einzige, was wir dafür machen müssen ist nicht zu judgen.

Support ist kein Mord.

Ich meine nicht, dass man zu jeder Überlegung und jedem Absurdum ja und Amen sagen sollte, aber es ist nicht in Ordnung aus eigenem Interesse den Lebensweg anderer nicht wertzuschätzen, zumal wir ohnehin nicht auf ewig Begleiter dieses Lebens sein werden. Manchmal wird auch nur eine Meinung geäußert, damit die Person sich auch mal wieder selbst hat reden hören. Ohne Rücksicht auf die Kompetenz der Denkweise des „Träumers“ wird die Meinung rausposaunt. Und das muss, auch wenn es sich in den letzten Zeilen anders anhört, nicht einmal aus boshaftiger Absicht sein. Die Formulierung, die Mimik und der Ton, verstärkt das Meinungsbild der Reaktion, dementsprechend muss selbst damit behutsam umgegangen werden.

Wann haben wir alle aufgehört zu träumen? Ich weiß es noch bei mir. Als Kind hatte ich, wie heute, oft wechselnde Lebensziele. Ich habe schon früh gesucht, wie und was ich gerne machen will. Und jedesmal wenn ich mich mitteilen wollte,spürte ich, dass ich nicht ernst genommen werde, wenn mir überhaupt zugehört wird. Ich spürte, auch als Kind, das keine Ahnung von Geld, Leben und Arbeiten hatte, dass man mir nur ein Ohr Aufmerksamkeit schenkte. Das Belächeln von achso erwachsenen Leuten, zu denen man als Kind noch aufschaut, ein schreckliches Gefühl. Was ist die logische Konsequenz daraus? Rebbellion oder Abschottung. Und wer hat am Schluss was davon? Ja richtig, niemand.
Die wenigsten Unterwerfen sich und noch weniger passen direkt.

Behandle die Ziele anderer so, wie du möchtest, dass mit deinen eigenen umgegangen wird.

Das Leben bietet keine Grenzen, außer die, die man sich selbst setzt.

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