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Generation Exhausted

Die Anfänger werden die Guten sein, die die Besten sein werden.

Überall lese ich „Sei zufrieden so wie du bist“ so ganz nach dem Motto „Verändere dich nicht und mach dich nicht verrückt, denn jeder hat seine Fehler und niemand macht alles perfekt.
Ist das nicht ein bisschen zu leicht als Weg zum Glück?

Es ist viel. Wir alle sind überfordert. Was darf man nun noch essen und wann wäre denn die perfekte Zeit dazu? Ist Kaffee nun gesund oder nicht und welche Art von Sport ist denn ist die effektivste? Wie viel Stunden am Tag soll ich Schlafen, Leben, Arbeiten? Und wann darf ich mir was am Handy anschauen? Wie viele Minuten soll ich nun am Tag lesen und meditieren? Joggen lieber direkt nach dem Aufstehen oder kurz vor dem Schlafen gehen?

Es ist viel. Als ich anfing mir über mein Leben Gedanken zu machen, wusste ich gar nicht wo anfangen. Und irgendwie habe ich mich immer so gefühlt, als wäre ich zu spät dran. Ich war schlichtweg überfordert. So viel Verschiedenes stand plötzlich auf der täglichen Agenda. Anderes hingegen wurde von ihr verbannt. Oft höre ich Menschen darüber klagen, dass sie nur noch für andere leben und dass es okey sei nicht perfekt zu sein. Viele beschweren sich über Druck von außen, gegen den sie nicht standhalten können und nochmal andere über inhumane Erwartungen. Denn was dabei dann auf der Strecke bleibt ist nun mal das Privatleben. Wenn man sich ständig um die Perfektionierung der eigenen Existenz bemüht ist die logische Schlussfolgerung, dass weniger Zeit für soziales übrig bleibt. Das ist dann wiederum der ausschlaggebende Punkt, wieso der Einzelne dann kaputt geht- eine unausgeglichene Work-Life-Blance. Genau das soll angeblich das sein, was der Menschheit Spaß macht. Mit Freunden einen ausgelassenen Abend verbringen, gemeinsam in Urlaub fahren oder tanzen gehen. Hier und da ein Gläschen Wein und ordentlich viel Gelächter. Das mag der Mensch.

Ich rationalisiere das mit meinen 20 Jahren jetzt mal herunter. Das ist schlichtweg vorsätzliche Verschwendung von Lebenszeit. Wer in Kreisen steckt, in denen das der Way to Go ist, befindet sich in Looser Kreisen. Ich kenne solche Gruppen, die Tag ein Tag aus nur an kurzzeitige Freude denken und sich nicht mit der Realität auseinander setzen wollen, getreu dem Motto „Ich bin ja noch jung“. Bloß keinen Gedanken daran verschwenden sich einen gesunden Lebensstil anzugewöhnen, einen potenziellen Partner fürs Leben zu finden oder sich ein Vermögen aufzubauen.

Ja es ist stressig und anspruchsvoll richtig zu leben und viel zu schaffen. Und ganz neidlos geht das unbeschwerte Leben meiner Altersgenossen auch nicht an mir vorbei, doch ich sag euch was mir wirklich Spaß macht: Mein Leben zu optimieren und richtig viel richtigzumachen. Das Leben nach den Jahresvorsätzen anderer zu Leben macht glücklich, doch das innere Arschloch lässt das bei schwachen Menschen einfach nicht zu. Je älter Menschen werden, desto mehr kommen sie auf den Trichter, doch manchmal ist es eben schon zu spät. Denn der Mensch ändert meist erst was, wenn es schon zu spät ist.

Priorisieren nennt sich die Disziplin.

Fast Food um die Gelüste zu befriedigen vs. Selbstgemachtes Essen mit den Nährwerten, die du tatsächlich brauchst.
Die Entscheidung wird in wenigen Sekunden gefällt, der Genuss verteilt sich über mehrere Minuten, aber dein Körper nährt es für viele Stunden.

So ist es doch mit allem. Entweder das nahbare, was für den Moment vielleicht schmackhafter ist oder eben das vernünftigere. Schon 5 Minuten nach dem Ende scheint die andere Möglichkeit doch als die erstrebenswertere. Man muss lernen sich gegen seine spinnigen Gefühlsentscheidungen zu stellen und das zu machen was gut ist. Ernährung, Sport, Bildung, Arbeit

Die Anfänger werden die Guten sein, die die Besten sein werden.

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